Schulprogramm - Januar 2010 (letzte Überarbeitung im August 2011)
Liste der Verweise auf die Grundlagenpapiere
→ Forder- und Fördergruppen in den Jahrgängen 5 und 6
→ Selbständiges Arbeiten und Lernen
Schulprogramm - Allgemeines
Hinweise zum Schulprogramm
Die Gesamtschule Hüllhorst ist die Schule in der Gemeinde Hüllhorst, zu der alle Schülerinnen nach der Grundschule Zugang haben. Das Angebot der Schule und die Bemühungen der Lehrerinnen und Lehrer spiegeln den Anspruch der Schule wider, eine Schule für alle Kinder zu sein.
Auch nach mehr als 20 Jahren kontinuierlicher Arbeit lernt eine Schule noch weiter. In diesem Schulprogramm wird deshalb einerseits der Stand der Entwicklung aufgezeigt, daneben werden aber auch die Bereiche genannt, in denen wir uns in der nächsten Zeit entwickeln wollen.
Nicht alle Absprachen und organisatorischen Details finden in einem Schulprogramm Platz. Deshalb gibt es Verweise (Links) auf die entsprechenden Grundlagenpapiere.
Leitbild
Das Schulprogramm gliedert sich gemäß dem Leitbildder Schule in drei Bereiche, die die besonderen Ziele einer Gesamtschule als Ganztagsschule mit allen Allgemeinbildenden Abschlüssen zeigen:
- leben,
- lernen,
- orientieren.
leben
Unter dem Stichwort „leben“ werden die Aspekte beschrieben, die das Zusammenleben am Vor- und Nachmittag bereichern und beleben. Für viele Kinder ist die Gesamtschule auch ein wichtiger sozialer Bezugspunkt, darauf gehen wir ein und organisieren den Ganztagsbereich entsprechend.
lernen
Unter dem Stichwort „lernen“ werden die Bereiche beschrieben, die heute guten Unterricht ausmachen. Dabei orientieren wir uns an den Erkenntnissen der modernen Unterrichtspädagogik und den Ergebnissen von Evaluationen. Die Schule begreift die Entwicklung von Unterricht als eine ihrer Hauptaufgaben, dabei stehen die Aspekte individuelle Förderung und selbstständiges Lernen im Vordergrund.
orientieren
Unter dem Stichwort „orientieren“ werden die Bereiche beschrieben, die den Schülerinnen und Schülern den weiteren Weg nach Verlassen der Schule weisen können. Dabei geht es einerseits um das Erreichen eines möglichst guten Abschlusses, darüber hinaus werden auch frühzeitig die unterschiedlichen Möglichkeiten des Weiterlernens in Schule, Studium und Beruf aufgezeigt.
Schulprogramm
Die Gesamtschule Hüllhorst ist eine Schule, die in die Gemeinde Hüllhorst und ihre Strukturen eingebettet ist. Die Schule teilt sinngemäß das Motto der Gemeinde „Leben, Wohnen, Arbeiten in guter Atmosphäre“.
Die Gesamtschule der Gemeinde ist eine Schule für alle Kinder. Unterschiedlichen Herkünften und sozialen Voraussetzungen wird mit Toleranz und durch Integration begegnet, Ausgrenzungen haben keinen Platz. Auf unterschiedliche Begabungen gehen wir mit Forder- und Förderangeboten ein, durch individuelle Beratung und Förderung soll jedes Kind seinen bestmöglichen Abschluss erreichen können.
Ansprechende Räumlichkeiten sind die Voraussetzung für eine positive Atmosphäre. Das Schulgebäude und alle Einrichtungen werden gepflegt und sauber gehalten. Das Gebäude und das Schulgelände vermitteln ein positives und einladendes Bild nach außen.
Innerhalb der Schule begegnen sich alle Beteiligten um höflich und freundlich. Verständnis und Vertrauen sind für ein Haus des Lernens wichtige Voraussetzungen.
Alle am Schulleben Beteiligten achten auf ein positives Lernklima und respektvollen Umgang miteinander.
Der Unterricht orientiert sich an den Erkenntnissen moderner Unterrichtsentwicklung. Dabei wird zur Selbstständigkeit und zu eigenverantwortlichem Lernen angeleitet. Das Kollegium berücksichtigt in seiner Arbeit die Ergebnisse von Lernstandserhebungen und anderen Vergleichsstudien. Die eigene Arbeit wird regelmäßig durch geeignete (interne oder externe) Evaluationen hinterfragt.
Die Schule hat sich mit ihrem Wirken einen positiven Ruf erarbeitet. Darauf können alle Beteiligten, besonders die Schülerinnen und Schüler, stolz sein. In gleicher Weise sind alle für die Erhaltung und den Ausbau des guten Klimas und der förderlichen Lernatmosphäre verantwortlich.
Für Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs, die zum größten Teil aus kleinen Grundschulen zu uns kommen, soll der Einstieg in die Ganztagsgesamtschule erleichtert werden. Dazu dienen folgende Maßnahmen:
- Frühzeitige und kontinuierliche Kontakte zu den Grundschulen
- Kennenlerntag
- pädagogisch sinnvolle Klassenbildungen
- ältere Schüler als Klassenpaten
- die Klassen behalten ihren Klassenraum vom 5. Bis zum 10. Schuljahr
- das Klassenleitungsteam besteht möglichst aus einer Lehrerin und einem Lehrer
- Überwiegend Unterricht beim Klassenleitungsteam (Bezugspersonen)
- Kennenlernfahrt vor den Herbstferien
Trotz der vielfältigen Differenzierungsmöglichkeiten bleibt die Klasse in den Jahrgängen 5 bis 10 die soziale Bezugsgruppe. Das Klassenleitungsteam ist der erste Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüle und, in den meisten Fällen auch für die Eltern.
Seit dem Schuljahr 2010/11 wird im 5. Jahrgang je eine Sport- und eine Musikklasse gebildet. Das Konzept der Schwerpunktklassen soll weiter ausgebaut werden.
Das Leben an einer Ganztagsschule gestalten wir in vielen Bereich so, dass es den Anforderungen eines gesunden Tagesablaufs gerecht wird. Folgende Angebote dienen einem ausgeglichenen und stressarmen Tagesablauf:
- Pausenhalle und Schulhof sind Aufenthaltsflächen.
- Die Cafeteria und das Bistro in der Mensa halten ein ausgewogenes Angebot an kleinen Speisen und Snacks vor.
- In der Mensa ist die Einnahme des Mittagessens in Ruhe möglich.
- Während der Mittagspause sind die Klassenräume Ruhezonen.
- Die Offenen Mittagsangebote (OMA) können wahrgenommen werden.
- Die Bibliothek ist geöffnet.
- Alle Bereiche sind beaufsichtigt, ansprechbare Lehrerinnen und Lehrer sind in der Nähe.
Das Schulgebäude und der Schulhof haben eine ansprechende und einladende Ausstrahlung. Einzelne Bereiche sind von den Schülerinnen und Schülern gestaltet, die Schule ist für weitere Verschönerungen offen.
Bei geplanten Umbaumaßnahmen wird besonders auf die Anforderungen einer Ganztagsschule eingegangen.
Das Konzept des Schulhofs soll zur Steigerung des Erholungswerts überprüft werden, zeitnah sollen weitere Spielgeräte aufgestellt werden.
Das Zusammenleben der Schulgemeinschaft beginnt in den Klassen. Klassenstunden beim Klassenleitungsteam dienen auch dazu, das soziale Gefüge in und außerhalb der Klasse zu achten. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen geschieht dabei mit diesen Zielen:
- Unterschiede akzeptieren und tolerieren
- Gemeinschaft und Solidarität entwickeln und fördern
- Konflikte friedlich lösen
- Verantwortung übernehmen
An Projekttagen werden unterschiedliche Aspekte sozialer Kompetenz (z.B. Teamentwicklung, Gewaltprävention, Suchtprävention , Gefahren der Internetkommunikation) in besonderer Weise thematisiert.
Die Mitwirkung der Schülervertretung (SV) in den Schulgremien wird unterstützt, Anliegen der Schülerinnen und Schüler werden ernst genommen.
Streitschlichtung ist ein fester Bestandteil des Schulangebots.
Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte können jederzeit die Unterstützung der Beratungslehrer und der Sozialpädagogin in Anspruch nehmen.
Das Beratungskonzept und die Ansprechpartner sind den Schülerinnen und Schüler durch Aushänge bekannt.
Sport und Spiel sind in besonderer Weise gesundheits- und gemeinschaftsfördernd. Neben dem Unterrichtsfach Sport wird deshalb auch in den Mittagspausen (Beispielstundenplan), im AG-Bereich, an Projekt- und Thementagen ein attraktives Angebot in diesem Bereich gemacht:
- Durch Sportlehrer angeleitete Nutzung der Sporthalle in den Mittagspausen
- AG-Angebot und Schulmannschaften in verschiedenen Disziplinen
- Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen in attraktiven Sportarten (z.B. Golf, Reiten, Handball, Bogenschießen)
- Sportlicher Vergleich mit der Gesamtschule Hille (Sportwettkämpfe) und Teilnahme an spottl. Wettkämpfen auf regionaler Ebene
- Sport- und Spieletag für alle Klassen des 5. bis 10. Jahrgangs
- Projekte wie z.B. „body & grips“, Ski- / Snowboardfahrt“, „Auf dem Wasser“ (Segeln, Surfen, Kanu fahren)
- DFB-Stützpunktschule mit Intensivtraining
Die Initiative „Gesunde Schule im Mühlenkreis“ hat die Gesamtschule „für die Umsetzung von vorbildlichen Gesundheitsförderprojekten im Schuljahr 2010/11“ ausgezeichnet.
Musik und Kultur sind ein weiterer Pfeiler des gemeinsamen Erlebens. Auch im außerunterrichtlichen Bereich wird Wert auf entsprechende Aktivitäten gelegt:
- Im AG-Bereich werden kulturelle Veranstaltungen vorbereitet (z.B. Schulkulturabend)
- Theater-AG für die Jahrg. 5-7
- Darstellen und Gestalten für die Jahrgänge 8-10
- Schulband und Schulchor
- Bläserprojekt: Eine Zusammenarbeit mit dem Schnathorster Blasorchester, der Oberbauerschafter Blaskapelle und der Musikschule Hüllhorst ist verabredet. Ab dem Schuljahr 2011/12 kann im AG-Bereich des 5. u. 6. Jahrgangs Instrumentalunterricht in kleinen Gruppen angeboten werden. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Schulorchesters.
Die Gestaltung des Schulgebäudes und schulinterne und öffentliche Aufführungen geben den Schülerinnen und Schülern Anerkennung und Selbstbewusstsein.
Fester Bestandteil des Unterrichts sind Musikveranstaltungen und Theateraufführungen professioneller Gruppen in der Ilexhalle (z.B. Philharmonische Orchester, englischsprachiges Theater)
Klassenfahrten und Wandertage sind Teil des schulischen Lebens. Das Fahrtenprogramm sieht in verschiedenen Jahrgangstufen mehrtägige Fahrten vor. Diese werden –je nach Alter- selbstständig organisiert und haben einen Bezug zu Unterrichtsinhalten oder Projekten. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern wichtige Erfahrungen an außerschulischen Lernorten.
Internationale Austausche dienen der Verständigung und finden in mehreren Bereichen statt. Die Initiativen und Aktivitäten werden von KollegInnen getragen und vom gesamten Kollegium unterstützt.
Im Rahmen des Comenius-Programms ist die Schule mit Schulen in den Niederlanden, in der Slowakei und in der Türkei verbunden. Daneben besteht eine Schulpartnerschaft zu einer Schule in Glivice (Gleiwitz, Polen).
Schulpartnerschaften und gemeinsame Aktivitäten mit andern Schulen werden regelmäßig durchgeführt und jährlich aktuell in der Übersicht „Internationaler Austausch“ dokumentiert.
Im Frühjahr 2010 war unsere Schule Gastgeber eines Comeniustreffens.
Guter Unterricht ist die Hauptaufgabe der Schule.
Die „Projektgruppe Unterrichtsentwicklung“ gibt Anregungen, strukturiert und begleitet die Diskussion über guten Unterricht. An den Diskussionen sind alle Lehrerinnen und Lehrer beteiligt, Beschlüsse sind für alle bindend.
Absprachen und konkrete Unterrichtsplanungen finden in den Jahrgangs-Fachteams (Jafa-Teams) statt. Unterricht und Notengebung werden dadurch transparent und vergleichbar. Die Unterrichtsplanung orientiert sich an den 10 Merkmalen guten Unterrichts (Hilbert Meyer).
Im Rahmen der Unterrichtsentwicklung wird die Zusammenarbeit in den Jafa-Teams organisatorisch gestützt und gestärkt.
Der schulinterne Fortbildungsbedarf orientiert sich an den Entwicklungsschwerpunkten der Schule.
Durch interne und externe Evaluationen werden Stärken und Schwächen der Schule und der Unterrichtsarbeit sichtbar. Ein konstruktiver Umgang mit diesen Erkenntnissen ist Aufgabe aller Beteiligten.
Im Frühjahr 2009 zeigte eine SEIS-Befragung Entwicklungsschwerpunkte auf, die vom Kollegium bis zum Sommer 2010 bearbeitet wurden. Die Diskussionen und die Planungen in diesem Zusammenhang sind gleichzeitig eine Vorbereitung auf die anstehende Schulinspektion.
Entwicklungsbedarfe werden zurzeit in folgenden Bereichen gesehen und z.T. bereits bearbeitet:
- Etablierung des Methodenlernens (Curriculum Selbstständiges Arbeiten und Lernen)
- Weiterentwicklung des Bereichs Fördern und Fordern in den Klassen 8-10 (Projektorientiertes Arbeiten in den Ergänzungsstunden und Förderung in den fachspezifischen Übungsstunden)
- Strukturierung des Bereichs Lernen mit Neuen Medien (verbindliche Vorgaben für den Basisunterricht im 5. Jahrgang, fachspezifischer Einsatz, Angebote zum Weiterlernen, Lernplattformen, Datenaustausch)
- Die Einrichtung und Einführung der Lernplattform XMOOD ist eine Schwerpunktaufgabe des Schuljahres 2011/12.
Individuelle Förderung ist ein gesetzmäßiger Auftrag, dessen Umsetzung von der Schule zu definieren ist. Die Gesamtschule Hüllhorst versteht unter Individueller Förderung:
- Schülerzugewandtes Handeln der Lehrerinnen und Lehrer
- Arbeitsstunden beim Klassenlehrer / Klassenlehrerin ( ASK )
- Schullaufbahnberatung durch die Klassenleitung / Jahrgangsstufenleitung
- Individuelle Beratung durch Beratungslehrer / Sozialpädagogen
- Analyse der Stärken und Schwächen zu Beginn der Sek.I
- Duisburger Sprachstandstest
- Individuelle Einschätzungen in der Anfangsphase
- Forder- und Fördergruppen in den Jahrgängen 5 und 6
- Forder- und Fördergruppen in den Jahrgängen 5 und 6
- Differenzierte Lernwege nach Leistung und Neigung (Differenzierung)
- Abschlussbezogene Förder- Forderangebote in den Klassen 8-10
Jeder Schülerin und jedem Schüler sind die Wege zum individuell besten Schulabschluss aufzuzeigen.
Selbstständigkeit und Methodenkenntnis sind die Grundlagen für ein erfolgreiches Lernen in der Schule und für das Weiterlernen nach der Schule.
Die Gesamtschule hat ein Curriculum Selbständiges Arbeiten und Lernen, das in den Klassen 5 bis 10 eine gemeinsame Grundlage für alle Fächer darstellt. Im Sinne des selbstgesteuerten Lernens sind die Ziele transparent, Schülerinnen und Schüler schätzen ihre Fortschritte selber ein.
Sprachförderung bezieht sich nicht nur auf die grundlegende Lese- und Schreibfähigkeit (LRS-Förderunterricht). Aufgabe aller Fächer ist es, die Rechtschreibung zu beachten und adäquate Ausdrucks- und Präsentationsformen einzufordern.
Die Gesamtschule bietet neben den Fremdsprachen (Sprachenfolge an der Gesamtschule Hüllhorst) auch Kurse zur Erlangung anerkannter Zertifikate in Französisch und Englisch:
- Zertifikat Französisch
- Zertifikat Englisch
Das Lernen mit Neuen Medien ist in fast allen Unterrichtsfächern notwendig. Die Nutzung der Medien ist kein Selbstzweck.
Zur Unterstützung des Unterrichts stehen die Informatikräume und Laptops zur Verfügung, die Ausstattung der Fachräume wird fortgesetzt.
Im 5. Jahrgang nehmen alle Schülerinnen und Schüler an einer grundlegenden Einführung teil, damit der Computer für den Unterricht genutzt werden kann.
Neben dem unterrichtspezifischen Einsatz gibt es Informatik-Angebote zum Weiterlernen im AG- und Ergänzungsstunden-Bereich. Der Erwerb eines Zertifikats ist unter bestimmten Bedingungen möglich.
Auf dieser Grundlage sollen in nächster Zeit weitere Möglichkeiten der Nutzung geprüft und nutzbar gemacht werden. Die Einrichtung der Lernplattform Mood zum Datenaustausch ist für das Schuljahr 2011/12 vorgesehen.
Das Lernen in Projekten und Arbeitsgemeinschaften unterstützt die Aktivitäten im Bereich des Selbstständigen Lernens. Für das Lernen in Projekten sind die Gruppen in der Regel reduziert, meistens werden die Themen von den Schülerinnen und Schülern gewählt, so sind bessere Beteiligungsmöglichkeiten im Projektteam gegeben:
- Die Arbeitsgemeinschaften im 5. und 6. Jahrgang verfolgen bereits die Methoden des projektorientierten Arbeitens.
- Im 7. Jahrgang werden unterschiedliche Lernorte in der Schulumgebung aufgesucht, um in Sachzusammenhängen zu lernen (POLIS). Im Schuljahr 2011/12 sollen die Organisationsstruktur und die Inhalte dieses Bereichs überprüft werden. Themen der Ökologie sollen in den Focus gerückt werden.
- Sofern die Klassen das halbjährliche Projekt- und Fahrtenfenster nicht für Klassenfahrten nutzen, werden unterschiedliche bewährte Jahrgangsprojekte angeboten (soziale Kompetenz, Gewaltprävention, Gesundheit, Suchtprophylaxe, Methodenlernen, Praktikumsvorbereitung).
- Mit den Arbeitsgemeinschaften (zweistündig an einem Nachmittag jeder Woche) werden den Jahrgängen zahlreiche attraktive Angebote gemacht.
- In den Jahrgängen 8.-10. wird auch im Förderbereich projektorientiert gearbeitet (Förder 8-10).
Beurteilungen und Notengebung gehören zur notwendigen schulischen Praxis. Im Unterricht und bei den Zeugnissen sollen die Beurteilungen ein ehrliches und konstruktives Feedback sein. Transparenz und Vergleichbarkeit sind dabei selbstverständlich, die Absprachen finden in den Fachkonferenzen und Jafa-Teams statt.
Zum Schuljahr 2011/12 ist die Einführung von „Aussagen zum Arbeits- und Sozial-verhalten“ in Bedarfsfällen vorgesehen.
Die Gesamtschule bietet alle allgemeinbildenden Schulabschlüsse an. In der Sekundarstufe I sind die Abschlüsse an besondere Voraussetzungen gebunden (Abschlussvoraussetzungen). Der Besuch der Gymnasialen Oberstufe (GOSt) steht auch Schülerinnen und Schülern anderer Schulformen offen.
Alle Abschlüsse werden nach landesweit zentralen Prüfungen vergeben. Die Sekundarstufe I umfasst die Jahrgänge 5-10, die Gymnasiale Oberstufe umfasst die Jahrgänge 11-13 (Schulstruktur).
Eine rechtzeitige Orientierung auf die Zeit nach der Sekundarstufe I geschieht durch Schullaufbahnberatung und Berufsorientierung. Die Studien- und Berufsorientierung (StuBO) wird von Fachkräften der Schule koordiniert.
Die Schullaufbahnberatung wird von den KlassenlehrerInnen geleistet, bei der Berufsorientierung werden auch externe Partner und die Agentur für Arbeit beteiligt.
Der Bereich Arbeitslehre gilt mit den Fächern Technik, Hauswirtschaft und Wirtschaft als Ausgangspunkt für Einblicke in die Berufs-, Arbeits- und Wirtschaftswelt. Es wird ab Klasse 5 unterrichtet und kann als Wahlpflichtfach intensiver betrieben werden.
Schülerbetriebspraktika sind obligatorisch. Die Praktika sind an das jeweilige Abschlussprofil angepasst:
- dreiwöchiges Orientierungspraktikum in Jg. 9 (alle Schüler/innen)
- zweiwöchiges Berufsfindungspraktikum oder Oberstufenprojekt in Jg. 10
- zweiwöchiges Oberstufenpraktikum in Jg. 12
Zur Berufs- und Studienorientierung wird an der Schule ein intensives und breites Programm angeboten, das auch in den normalen Unterricht hereinreicht. Die wichtigsten Inhalte sind:
- Eltern-Schüler-Informationsabende in Jg. 8 und 9
- Talente-Check vor dem ersten Schülerbetriebspraktikum
- Schülerbetriebspraktika in den Jahrgängen 9, 10 und 12 mit Vor- und Nachbereitung
- Teilnahme am bundesweiten Zukunftstag für Mädchen und Jungen
- Berufsnavigator (Berufsempfehlungen auf Grundlage einer individuellen Stärkenanalyse)
- Bewerbungstrimmpfad (Bewerbungstraining mit außerschulischen Partnern)
- Sprechstunden und individuelle Unterstützung durch StuBO-Koordinatoren
- Sprechstunden der Agentur für Arbeit in der Schule
- Zusammenarbeit mit örtlichen Betrieben
- Studienwahlberatung / Schnuppertage an Universitäten
Im Schuljahr 2010/11 wurde in der Schule ein Talentecheck für den 8. Jahrgang konzipiert. Nach einem ersten positiven Durchlauf ist der Talentecheck Teil des Be-rufsorientierungskonzepts der Schule. Im Schuljahr 2011/12 wird sich die Schule mit ihren umfangreichen Angeboten um die Zertifizierung als SIEGEL-Schule bemühen.
Nicht für die Schule, für das Leben… Die Gesamtschule gibt in wichtigen Lebensbereichen Orientierung für die Zeit nach der Schule. Dazu gehören nicht nur Beruf und Studium, sondern auch soziale und ethisch-moralische Kompetenzen. Zum sozialen Engagement und zur Besinnung auf Werte wird zum einen im Schulleben angeregt. Neben dem Religionsunterricht wird Praktische Philosophie als Unterrichtsfach angeboten. Die Besinnungstage sind ebenfalls ein Angebot, sich mit den eigenen Fragen an das Leben intensiv zu beschäftigen.
Hinweise auf weitere Schriften / Broschüren der Schule
- Informationen für Grundschuleltern
- Wahlpflichtunterricht
- Gymnasiale Oberstufe


